Karl-Heinz Helmschrot: "Fast Faust"
Fast Faust - die alte Geschichte neu. Mit seiner "gehassliebten Kultfigur" (Tagesspiegel, Berlin), dem schlagfertigen, improvisationsfreudigen "Oberstudienrat der Nation" holt Karl-Heinz Helmschrot den Zuschauer dort ab, wo der Faust zum ersten Mal zuschlug – aus der Schule. "Schön wär's, hätte man diese Form des Unterrichts in den öden Deutschstunden erleben dürfen", schreibt der Südkurier. Hier darf man. Mit viel Hingabe und Leidenschaft wirft sich der Vollblut-Komödiant und Schauspieler in die Szenen, Situationen und Charaktere. Der Mann ist ein Multitalent, er kann von einer Sekunde auf die andere durch Stimme, Gestik, Mimik und mit einem Minimum an Requisiten in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen.
Im Kopf des Zuschauers entfaltet sich so die ganze Fülle der reichhaltigen faustschen Welten voller Magie, Witz und Geist. Wer kann schon mit brennenden Fackeln jonglieren und dabei Goethes Faust deklamieren? Womit wir beim Thema wären: Vergesst den "Club der toten Dichter". Fausts Famulus Wagner spielt Helmschrot als zappelnde Marionette. Er klingt als Mephisto wie Gründgens, singt zur Gitarre und nutzt sie als fiktive Schreibmaschine, jongliert gern mit Wortspielen, begleitet Gretchens Klagelied auf der singenden Säge, trägt einen Text in Rap-Form vor (...) Dennoch machten die Ausflüge in den Varieté- und Comedybereich den Klassiker nicht zur Lachnummer, sondern nahmen ihn mit ihren Mitteln durchaus ernst. Faust aus einer sehr ungewohnten Perspektive. „Wer glaubt, nur über Triviales herzhaft lachen zu können, erlebt hier das Gegenteil".(Braunschweiger Zeitung)
Alte Wollfabrik - Sonntag, 17. Oktober 2010
Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Bestuhlt – freie Sitzplatzwahl – ohne Sitzplatzanspruch
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